Rezept: Heavenly Cherry-Cream

für 2-3 hungrige oder 4-5 vorgesättigte Personen


Dieses Rezept ist sozusagen als Winterversion der Blaubeer-Creme entstanden.
Ich mach sie immer als Nachspeise für die Familien-Weihnachtsfeier, wo sie sich auch bei den Nicht-VeganerInnen größter Beliebtheit erfreut.
Ist super-easy, super-schnell und suuuuuper-lecker.  
(Update s.u.!)
  • 1 kleines Tetra-Pack Soja-Cuisine mit einem Päckchen Vanillezucker und evtl. einem Päckchen Sahnesteif mittels Schneebesen schaumig schlagen – ein tolles Workout
  • dann 2 großes 500g-Becher Soja-Joghurt Natur dazu rühren
  • so viel (braunen) Zucker und Vanillezucker dazu tun, bis es den gewünschten Sweetness-Level erreicht hat und dann noch eine Prise Salz
  • 1 Glas entsteinte Kirschen durch ein Sieb gießen (Saft nicht wegschütten!) und vorsichtig ins Joghurt-Sahne-Gemisch unterrühren ohne die Kirschen zu zermatschen
  • anschließend so viel von dem Kirschsaft dazugießen, bis die Creme hübsch rosa wird und kirschig schmeckt, aber sich nicht zu sehr verflüssigt
  • zu letzt eine halbe bis ganze Tüte Mandelblättchen (ohne Öl) in einer Pfanne anrösten bis sie anfangen, braun zu und ab damit in die Kirschcreme
  • das ganze noch ne Weile in den Kühlschrank packen, wenn man soviel Selbstdisziplin aufbringt
Update
Mittlerweile versuche ich ja, Zucker wo es geht zu vermeiden, daher habe ich dieses Jahr zu Weihnachten die Creme modifiziert: Statt den gezuckerten Schattenmorellen aus dem Glas habe ich TK-Sauerkirschen genommen (Edeka), statt braunem und Vanillezucker ein paar EL Vanillexucker, Bio-Vanillepulver und Stevia und um dem ganzen einen weihnachtlicheren Touch zu geben, habe ich die Mandelblättchen diesmal durch kleingeschnittene Zimtsterne ersetzt, die ich ebenfalls mit Erythrit und Stevia anstelle von Zucker gebacken habe.
Ist vor allem bei meinen Eltern bombig angekommen.

Baby I like it RAW

Süßer Rohkost-Salat zum reinlegen (kommt am besten gekühlt im Sommer)
  • ein paar hundert Mililiter Apfel-, Orangen- & Zitronensaft in einer Schüssel vermischen mit
  • Ahorn- oder Agavensirup und evtl. nem Schuss gutem Öl (nicht Oliven-)
  • einiges an Karotten, mittelfein geraspelt (geht natürlich am besten mit ner Küchenmaschine),
  • Äpfeln, ebenfalls geraspelt bzw. gerieben,
  • wer mag: Rote Beete, geschält & geraspelt und
  • Nüsse (Mandeln, Wal- & Haselnüsse), gemahlen oder gehackt, dazu, alles gut durchmischen und am besten noch ein bisschen im Kühlschrank durchziehen lassen

Einkaufsführer: famila

famila ist zwar recht teuer, hat aber mittlerweile eine ganz beträchtliche Palette an veganen Produkten.
  • veganes Eis-am-Stil (Magnum-Style) und in der Waffel (beides Valsoia)
  • Soja-Joghurt (verschiedene Geschmacksrichtungen; mein Fav: Bourbon-Vanille)
  • Soja-Pudding (verschiedene Geschmacksrichtungen; mein fav: Dark Chocolate)
  • eifreie Mie- und Glas-Nudeln
  • Sesamriegel
  • vegane Würstchen, Chickenwings, Frühlingsrollen, .... (obacht: manches aus der Sparte ist nur vegetarisch, also Zutatenliste checken!)
  • Sojamilch (zig Geschmacksrichtungen, besonders toll sind Alpro Kakao, Pfirsich und Waldfrucht – letztere beide schmecken allerdings ziemlich extrem; die Nicht-Alpro-Drinks kann ich übrigens überhaupt nicht empfehlen)
  • vegane Gemüse-Tortellini
  • Tofu (zu teuer)
  • Soja-Sprühsahne
  • Soja-Cuisine (Sahne)
  • diverse großartige Müslis/Cerealien (leider ein Großteil davon mit Honiganteil; meine Liebsten: Weetabix Minis Chocolate, Vitalis Knusper Flakes Mandel, Kellog's Apfel-Feige, Kölln Schoko-Cranberry-Kirsch-Haferflocken)

Rezept: Mega-Mörder-Muffins

(Das "Mörder" bezieht sich auf den Geschmack, es wird ja grade niemand dafür ermordet )

Rezept reicht für ca. 15 - 20 Stück

Total leicht zu machen und mensch kann das Rezept beliebig variieren; es empfiehlt sich, am besten gleich eine größere Menge herzustellen.

And that's the way it goes:
  • gut 200g Vollkornmehl (weißes geht auch), ca. 100g Haferflocken, 150-200g Zucker, 2-3 Päcken Vanillezucker und 2 TL Backpulver in ner Schüssel miteinander vermischen
  • dann den Ei-Ersatz klarmachen: 2 gehäufte EL vollfettes Sojamehl (Reformhaus) in ner Tasse mit 6 EL Wasser (nicht gehäuft, natürlich) glatt rühren (das entspricht 2 Eiern)
  • das dann mit ca. 200ml Soja-Milch und 150g Margarine durchrühren und -kneten und -matschen
  • wenn der Teig zu nass oder zu trocken ist, noch Mehl/ Haferflocken, bzw. Soja-Milch dazu tun, außerdem den Sweetness-Grad checken; soviel zum Teig
  • jetzt gibz 1000 verschiedene Möglichkeiten, für was mensch da jetzt reinrühren kann, z.B.: Kirschen, Bananen, Nüsse, Heidelbeeren, Himbeeren, Schoki, diese kleinen Mandarinenstückchen aus der Dose, Marzipan usw. usf. (ich würd aber immer jeweils nur eine Sache nehmen); ich mach immer ne Riesen-Schüssel voll Teig und hab dann zwei Bleche voll mit fünf verschiedenen Geschmacksrichtungen
  • bei diesem Dosen-Obst schmeckts auch gut, wenn mensch n bisschen von dem Saft mit in den Teig mischt; wenn das Obst oderwasauchimmer untergerührt wird, sollte aufgepasst werden, dass nicht alles komplett zermatscht wird
  • dann wird der Teig in kleinen Portionen in diese Papier-Muffin-Förmchen gepackt, diese dicht an dicht (dann bleibense besser in Form) auf das Backblech gestellt und bei 180° C ca. ne halbe Stunde gebacken, bis die Muffins oben anfangen, hellbraun zu werden

Einkaufsführer: Schlecker

Hier gibt’s nicht sooo viel, aber ein Laden ist direkt neben meiner Arbeit und hält mich dort am Leben^^.
  • Soja-Milch (verschiedene Geschmacksrichtungen, mein Fav: Kakao)
  • Schokoladen-Kekse
  • Pringles (Paprika & Original)
  • Flips
  • Rittersport Marzipan
  • Sesamriegel

Vegane Brotbelag-Kombis

Zur Inspiration :
  • Margarine + eingelegte Auberginen
  • dick Margarine + dick Tartex (am besten Delikatess) + (rote) Zwiebeln
  • Zwergenstreich Pfeffer oder Meerettich + Kresse + optional Römersalat-Blätter
  • Zwergenstreich Tzatziki oder Bärlauch + (rote) Zwiebeln
  • sehr dick Margarine + Edelhefe-Flocken
  • dünn Margarine + Gurkenscheiben + Salz
  • Fladenbrot zusammen mit frischen öleingelegten Oliven (am besten die mit Mandeln gefüllten)
Für unter den Belag favorisiere ich:
  • frisches Brot vom Bäcker (vor allem Kartoffelbrot und Postkutscher)
  • Weltmeisterbrötchen
  • Kürbiskern-Brötchen
  • ungetoasteten Mehrkorn-Toast
  • Toasties (am liebsten Vollkorn)

(Halbfett-)Margarine nehm ich etweder:
  • Deli "Die Leichte" oder
  • Becel Vital

Einkaufsführer: Plus

  • eigene günstige Bio-Marke (BioBio) für Gemüse und vieles anderes Zeuch
  • Fertig-Kartoffelsalat (in so kleinen Schälchen; optimal für unterwegs und Arbeit)
  • Kartoffel-Ecken
  • Soja-Reismilch (Natur, Vanille [die ist der SHIT!] und Kakao)
  • Bio-Fruchtaufstrich (Mango-Orange & Erdbeere-Cranberry)
  • Tofu-Frikadellen (3 Geschmacksrichtungen)
  • Soja-Geschnetzeltes (auch "roh" sehr gut!)
  • vegane Tomate-Bolognesesauce (oder wie man die mit Hack nennt^^)
  • Schokoladen-Kekse
  • Thai-Curry-Reis-Pfanne (sehr lecker!)
  • diverse "Frühstückscerealien" (alle schön mit Vitamin B12 )
  • vegane Zartbitterschokolade (die für Zartbitterschokolade sehr gut schmeckt
  • so eine weiße Knoblauchsauce (sieht total unvegan aus, isse aber nicht; perfekt für selbstgemachten Kartoffelsalat)
  • Mediterranen Dicke-Bohnen-Salat mit getrockneten Tomaten

Rezept: Weiße-Bohnen-Salat

Aus der Not eine Tugend.... Da der Stand von unserem Stamm-Griechen wohl erstmal weg ist und ich seit gestern schweren Entzug schob, erbarmte sich meine Freund und kreierte mir einen Weiße-Bohnen-Salat. Und das (gewohnt) ausgezeichnet!
Außerdem so easy, dass man es fast nicht "Rezept" nennen kann:
  • ein großes Glas (dicke) weiße Bohnen (es gehen auch diese größeren grünen), man kann natürlich auch selber welche kochen, die muss man aber dann vorher über Nacht einweichen lassen; die aussm Glas ggf. abspülen und ab inne Schüssel damit zusammen mit
  • ordentlich Öl (am besten natürlich schön kaltgepresstes, aber eher kein Olivenöl), welches vorher ordentlich vermischt wurde mit
  • Tomatenmark oder passierten Tomaten
  • nach Geschmack kleingehackte oder in Ringe geschnittene Zwiebel(n) dazu
  • abschmecken mit Salz+Pfeffer
Fertich.

Evtl. passen da Oliven oder Kapern noch gut mit rein, aber das hab ich noch nicht getestet.
So oder so macht es echt gut satt auf jeden Fall.

Einkaufsführer: Edeka/E-Center

Ok, hier war ich länger nicht, müsste aber noch halbwegs aktuell sein^^.
  • Soja-"Magnum"-Eis (Valsoia, nicht mehr alle Filialen)
  • vegane Wurst, Würstchen, Chickenwings, Frühlingsrollen, .... (leider relativ teuer)
  • Tofu (zu teuer)
  • Sojamilch (zig Geschmacksrichtungen)
  • Soja-Cuisine (Sahne)
  • Soja-Pudding (verschiedene Geschmacksrichtungen)
  • Soja-Joghurt (verschiedene Geschmacksrichutngen)
  • eifreie Mie- und Glas-Nudeln
  • Kartoffel-Ecken
  • Polak(der heißt wirklich so^^)-Grießpudding-Pulver *yummy*

Neue Rubrik: Veganer Einkaufsführer

Jetzt eröffne ich mal eine neue Rubrik für diesen Blog.
Veganes Zeuch gibts ja mittlerweile nicht mehr nur in überteuerten Ökoläden und Reformhäusern, sondern in jedem Nullachtfuffzehn-Laden (zu meiner Zeit hatten wir sowas noch nicht! ).
Ich führ hier meine persönlichen Einkaufslisten, Empfehlungen und äh Anti-Empfehlungen bezüglich veganer Lust- und Lebensmittel für die verschiedenen Läden und Supermarktketten auf. Natürlich kann es da von Stadt zu Stadt Abweichungen in der Produktpalette geben und oft ändern die Geschäfte ihr Sortiment ja auch, aber ich werd versuchen, immer alles auf dem aktuellen Stand zu halten.

Wenn Ihr noch Empfehlungen und Hinweise habt: immer her damit.

Rezept: Heavenly Blaubeer-Creme

Ich ernähr mich den halben Sommer davon!^^
Schnell, einfach, lecker. Naja, nicht unbedingt so ganz billig, aber lohnt sich auf jeeeeden.
  • 1 Päkchen Soja-Cuisine (Sahne) mit
  • 2-4 Päckchen Vanillezucker via Rührbesen schaumig schlagen (Workout!)
  • 1 Tüte (100g) gemahlene Mandeln
  • ebenso ordentlich braunen Rohrzucker und ne kleine Prise Salz
  • und zwei 500g-Becher kalten weißen Soja-Joghurt
  • wenn alles gut vermischt ist 1-2 kleine Schalen Blaubeeren dazu (oder eine große halt) und mit nem Löffel und etwas Vorsicht vermengen (ohne alle zu zermatschen)
Üüüüübelst geil. Vorsicht, massive Bauchschmerzgefahr!

Update: Jetzt mit vernünftigem Foto. Außerdem nehm ich mittlerweile statt Vanillezucker natürlich Vanillexylit und statt braunem Zucker ein paar Messlöffelchen Stevia.

Rezept: Zucchini-Tofu-Gemüse mit Brat-Mie-Nudeln & Joghurtsauce

Sesam-Zucchini mit Tofu, Mie-Nudeln und Joghurtsauce

Das ganze besteht aus 4 Komponenten:

1. Tofu
  • 500g Tofu (gewürfelt) mit
  • gut 2 EL Margarine knusprig anbraten
  • großzügig salzen

2. Zucchini-Gemüse
  • 1 Bd. Lauchzwiebeln (kann auch durch 1-2 Zwiebeln ersetzt werden)
  • 2 Zwiebeln und
  • 3 Knoblauchzehen
  • in Öl andünsten
  • 6 kleine Zucchinis oder ein son obszönes Riesenteil (gewürfelt)
  • 1 kleines Glas Kapern und evtl. ein paar eingelegte Pfefferkörner sowie
  • 2-3 zerbröselte Brühwürfel dazu und mit
  • Sojasauce, Salz, Pfeffer & ggf. Schuss Balsamico-Essig abschmecken
  • ~ eine halbe Tasse Sesam anrösten (ohne Fett) und zum Gemüse dazu
3. Bratnudeln

  • 250g Mie-Nudeln (obacht, gibts mit und ohne Ei!) nach Packungsanweisung kochen
  • und mit Öl oder Margarine anbraten
4. Joghurtsauce
  • 500g weißen Soja-Joghurt ordentlich vermischen (oder mixen) mit
  • Salz & Pfeffer
  • Schnittlauch (geschnibbelt) und 3 Knoblauchzehen (gehackt)
  • Schuss Öl, Zitrone und evtl. weißem Balsamico-Essig

Die 4 Komponenten werden dann adrett zusammen auffm Teller drappiert und dann genussvoll eingenommen.

Wenn man mal nicht so lange warten kann, tuns auch die Komponenten 3 und 4 und evtl. 1 sehr gut.

Rezept: Eis Rot-Weiß

für 2 Personen

Soja-Eis mit Erdbeersauce & Weißer Schokolade (vegan)

  • ca. 200-400g schön reife rote Erdbeeren (können gerade auch die etwas matschig und unansehnlich gewordenen verwendet werden) + braunem Zucker nach Geschmack mit Pürierstab oder Mixer verdünnisieren
  • jeweils einen kleinen Schwung davon in 2 Eisbecher füllen
  • einen Becher Soja-Vanille-Eis (500ml, z.B. SoYeah, Reformhaus/Bioladen) auf die beiden Gläser verteilen, optimalerweise natürlich mit so einem Kugelausstecher
  • Gläser mit der restlichen Erdbeersauce (bis auf einen kleinen Rest) auffüllen
  • viiiiiiel Soja-Sprühsahne (Soyatoo, famila) obendrauf
  • und darauf wiederum dekorativ noch ein bisschen Erdbeersauce und schön Schokoladenstreusel, gehackte Haselnüsse oder was man sonst noch da hat (z.B. bunte Zuckerstreusel, Mandelblättchen, Haselnusskrokant...)
Das schmeckt sogar NOCH spektakulärer als es aussieht.


Update Juni13:
Jetzt mit Foto. Und natürlich klappt das Ganze auch vorzüglich mit Stevia und/oder Erythrit statt Zucker!

Checkout: Eine vegane Familie: Essensgalerie

"Eine vegane Familie" ist/sind war/en Member von Attila Hildmanns Vegan-Forum und sind immer besonders kreativ, was vegane Kreationen angeht.
Glück für uns, dass sie jetzt eine Online-Fotogalerie eingerichtet haben, in der sie ihre "Veganen Mahlzeiten" und "Veganen Torten und Kuchen" photobloggen, teils mit näheren Rezeptbeschreibungen.
Jedenfalls äußerst inspirierend und säftetreibend!^^

Rezept: Da worldgreatest Hirse-Obst-Salat

Diese endgeile Nummer flutet einen laut meinem kleinen versoffenen Bruder nach einem durchfeierten Wochenende augenblicklich wieder mit Lebenskraft.
This is how we do it:

  • 1 Tasse Hirse (vorher gut durchspülen) mit 2 Tassen Wasser, 2 Pck. Vanillezucker & eine Prise Salz zusammen aufkochen, ca. 10min köcheln und bei ausgeschalteter Herdplatte nochmal ca. 10min ziehen lassen bis sie weich aber nicht matschig is
  • ca. 0.5 - 1kg kleingeschnittenes Obst was das Füllhorn von Mutter Natur hergibt (Äpfel, Pflaumen, Birnen, Bananen, Orangen, Weintrauben, ...) + den Saft von 1-2 Zitronen in eine große Schüssel packen
  • ca 1 Tasse voll Nüsse (Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, ...) klein hacken und dazu tun
  • 1 - 1.5 Pck. Soja-Sahne untermischen und Süßungsmittel (Ahornsirup, Agavenzucker, brauner Zucker, ...) nach Bedarf; Zimt kommt auch gut
  • am Ende die gekochte Hirse dazu alles gut durchwälzen und – wenn mensch so viel Selbstdisziplin aufbringt – das ganze noch 'ne Stunde oder so in' Kühlschrank

Warum vegan? Pt. I

Tja, das ist die Frage! Ich spreche hier mal von mir, aber bei dem Großteil der VeganerInnen wird das ähnlich gelagert sein.
Der konkrete, ausschlaggebende Grund ist:

Die Vermeidung von Leid und Tod

Ob (manche) Tiere nun über Intelligenz verfügen oder denken können, ob sie ein (Selbst)Bewusstsein haben, ob sie dem Menschen von den Rechten her gleichgestellt werden sollten, ob man eine Tiertötung "Mord" nennen darf etc. etc. ist sicher kontrovers und diskussionsfähig.

Aber: Das alles spielt für mich überhaupt keine Rolle bei der Entscheidung, vegan zu sein!

Es steht fest, dass Tiere leidensfähig sind (zumindest die höher entwickelten Arten). Und dementsprechend auch fähig zur Freude.
Dazu muss ich keinen Doktor in Biologie oder Veterinärsmedizin haben, es reichen zwei Augen im Kopf:
Wenn ich einem Hund versehentlich auf die Pfote trete, tut ihm das weh. Wenn mein Freund die Haustür aufschließt, kommt sein Lieblingskater sofort angelaufen und freut sich (obwohl überall in der Wohnung volle Futternäpfe stehen, daran liegts also nicht). Sperrt man ein Pferd oder ein Kaninchen oder einen Vogel etc. allein in eine/n engen Käfig bzw. Box wird er/es irgendwann verhaltensauffällig, stumpf oder krank. Muss eine unserer Katzen zum Tierarzt, hat sie wegen der ungewohnten Umgebung und den fremden Menschen Angst und ist kaum aus dem Korb zu kriegen. Wenn der Frühling kommt, sind unsere Katzen die ganze Zeit im Garten und liegen genüsslich in der Sonne. Usw. usf.. Wer selber Tiere hat, weiß ja, wovon ich spreche.

Und DAS ist das einzigste, was für mich an der ganze Vegan-Kiste tatsächlich von Bedeutung ist: Tiere können leiden. Ich will nicht, dass wegen mir oder durch mich Leid entsteht.
Ein Tötungsakt, besonders an einem lebensfähigen Wesen ist immer ein Gewaltakt. Und auch bei Bio-Bauern und artgerechter Tierhaltung und allem werden die Tiere nicht sanft zu Tode gestreichelt und auch dort wird nicht sämtlichen Hühnern und Kühen, die nicht mehr produktiv genug sind, ein idyllischer Lebensabend beschert, bis sie eines Tages friedlich die Augen schließen. Ganz zu schweigen von den männlichen Nachkommen, die unweigerlich anfallen bei der "Produktion" von Milchkühen und Legehennen; die werden direkt geschlachtet (männliche Kälber) oder aber (bei lebendigem Leibe) gehäckselt oder vergast(!) und zu Tiermehl verarbeitet (männliche Küken).

Ich steh auf Liebe, Glück, Freude, Leben und das ganze. Das will ich nicht für mich allein beanspruchen.

Rezept: Nussknacker-Eis

Hier ein weiterer Knüller aus iLLs Rezepte-Reihe Voluptuous Vegan!
für 2 Personen
  • Karamellsauce machen (eher flüssig), man braucht aber allerhöchstens die Hälfte der im Rezept angegebenen Menge
  • ca. 2 handvoll Nüsse (ich empfehle etwas zerdrückte Walnüsse, ganze und gehackte Haselnüsse) trocken in einer Pfanne anrösten, bis sie schön braun sind (die gehackten Nüsse etwas später reintun, damit sie nicht anbrennen)
  • abschließend das ganze mit 1 Becher/500ml Soja-Vanille-Eis (z.B. SoYeah, Reformhaus) je nach Gusto in 2 hohe Eisbecher schichten und evtl. noch Sprühsahne (Soyatoo, famila oder Reformhaus) druff
Man sollte beachten, dass wenn man geröstete Nüsse und Karamell direkt nach der Fertigstellung mit dem Eis zusammenbringt, das ganze eher zu einem Shake zusammenschmilzt

"VEGAN?? Was ISST Du denn dann überhaupt noch?!?"

Um diese in ermüdender Regelmäßigkeit auftretende Frage ein für alle mal zu bedienen (und vielleicht als Inspiration für andere), versuche ich mal, eine umfassende Aufstellung zu repräsentieren. Einfacher wäre es allerdings, aufzuzählen was ich nicht esse.
Ab gehts:
Aufläufe, Baguette, Brötchen, Bonbons, Chinesisch, Chips, Eintöpfe, Flips, Frühstücks-Cerealien, Gemüse, Hülsenfrüchte, Körner, Nüsse & Obst in allen Formen, Farben & Aggregatszuständen, Italienisch, Kekse, Kuchen, Lakritze, Lasagne, Laugenbretzeln, Marmelade, Milchreis, Milchshake, Nougat, Nudeln aller Art mit aller Art Soßen, Nuss-/Müsliriegel, Obst-Salat, Pesto, Pizza, Rohkostsalat, Salzstangen, 'Schaschlik'-Spieße, Schokolade, Seitan, Soja-Eis, -Joghurt, -Kakao, -Milch, -Pudding -Würstchen, Toast, Tofu in allen Ausprägungen, Vollkornbrot, usw. usf.

Natürlich ist vieles auf der Liste nicht grundsätzlich vegan und bedarf einer Modifizierung (bei Selbstgemachtem) bzw. einen Zutanteliste-Check (bei Gekauftem), da die Zusammensetzung je nach Hersteller varriert.

Mittlerweile gibt es eben auch schon so ziemlich alles in veganer Form (teils halt teurer und/oder nur über Internet-Versand zu beziehen):
Amerikaner, Bratwurst, Chicken-Nuggets, Entenbrust-Fielt, Fischstäbchen, Fischsteak, Fleischsalat, Frischkäse, Gulasch, Gyros, Hacksteak, Käsewürstchen, Kochschinken, Leberkäse, Nougatringe, Nussecken, Pfeffersteak, Rindersteak, Salami, Scheibletten-Käse, Schweizer Käse, Siede-Würtstchen, Streichkäse, Thunfisch, Weiße Schokolade, Weißwürschte, Wiener Schnitzel, Zwiebelmett....

Das meiste davon bekommt man beispielsweise bei Vegan Wonderland oder Alles Vegetarisch. Vieles gibt es mittlerweile aber auch in Bioläden und Reformhäusern sowie Supermärkten und Discountern.
Bei einigen der Produkte ist schon etwas.... Offenheit und Flexibilität gefragt, was die Originalgetreue angeht, manche sind aber sogar omnivoren-proof^^.
Ob es sinnvoll, verlogen, witzig oder latte ist, dass vegane Lebensmittel mit Tiernamen bestückt werden, wird z.B. hier ausdiskutiert.

Rezept: Karamellsauce

Karamellsauce lässt sich vielseitig einsetzen, je nach dem, wie flüssig oder fest man sie macht – für Eis, Joghurt, Kuchen, Popcorn, Muffins, als Brotaufstrich....

Und so gehz (ergibt 1-2 Tassen Karamell):
  • 1 Tasse Zucker (aus kostengründen nehm 2/3 Rohrzucker und 1/3 weißen) unter beständigem Rühren in einer Pfanne schmelzen lassen
  • wenn der geschmolzene Zucker langsam an Farbe gewinnt, ¼ Tasse Margarine einrühren
  • dann schussweise Sojasahne und/oder Sojamilch dazu gießen; mit einer Gabel dann immerweider eine Probe entnehmen, abkühlen lassen (das geht am schnellsten, wenn man die Gabel dazu in eine Tasse stellt) und die Konsistenz überprüfen; aber aufpassen, dass das Karamell nicht zu dunkel wird (geht ab einem gewissen Punkt sehr schnell), dann schmeckt es bitter
  • am Ende noch Vanille-Extrakt, -Aroma oder -Zucker dazu, das fertige Karamell umfüllen und die Pfanne schnellstmöglich einweichen

Review: Das Ox-Kochbuch

vegetarische und vegane Rezepte nicht nur für Punks

Hg.:Uschi Herzer & Joachim Hiller (1997)
Das Ox-KochbuchDieses Kochbuch entstand aus der Rezepte-Seite des Punk- & Hardcore-Fanzines Ox, auf der LeserInnen & HerausgeberInnen vegetarische und vegane Rezepte veröffentlichen.

Das Buch eignet sich ganz besonders für EinsteigerInnen, da Küchen-Basics wie Blanchieren, Marinieren, Dünsten usw. zu Anfang genau erklärt werden und auch die Koch- und Back-Anleitungen genau & verständlich sind, aber auch für Fortgeschrittene lohnt sich die Anschaffung (meine Tante hat eins und meine Mutter hat auch einige Rezepte in ihr Repertoire aufgenommen), da die Gerichte darin echt, echt yummy sind. Die meisten vegetarischen Rezepte lassen sich übrigens gut vegan abwandeln.

Das Teil ist außerdem cool illustriert und als Special gibz zu jedem Rezept eine Musikempfehlung.

Checkt besonders den Gemüse-Nudel-Auflauf (HAMMER!), Alarm im Darm, Briami & die Damit-Könnt-Ihr-Fleischfresser-Reinlegen-Soße mit Pasta.

Es gibt auch noch einen zweiten und dritten Teil aus der Reihe, den zweiten fand ich aber eher etwas enttäuschend, den dritten kenn ich noch nicht.

Rezept: Tortellini mit "Gorgonzola"-Sauce to die for

Ok, ich gebe zu, es ist seeehr lange her, dass ich echte Gorgonzola-Sauce zu meinen Tortellinis hatte. Und ich hab sie schmerzlich vermisst und lang nach Lösungen gegrübelt – doch als die Hoffnung fast aufgegeben war, stolperte ich über dieses geniale Rezept von Attila, welches mich dann zu foglender Kreation inspirierte, die zumindest für mich ein Ende der Suche nach Gorgonzola-Sauce bedeutet.
  • 1 Packung Gemüse-Tortellini (z.B. Rossmann) zusammen mit einem halben bis ganzen Brühwürfel nach Anweisung kochen
  • 1 größere Zwiebel und 2-3 Knoblauchzehen in Öl andünsten
  • mit 1 Päckchen Soja-Cuisine ablöschen und noch ein bisschen mit Sojamilch oder Wasser aufstrecken
  • einen halben bis ganzen Brühwürfel, Salz, Pfeffer, Muskat & ne Prise Zucker dazu und kurz köcheln lassen, das Ganze
  • 1-2 gestückelte Avocados mit rein und dann alles schön mit dem Pürierstab bearbeiten
  • Herd aus und noch kurz ein bisschen ziehen lassen; wenn vorhanden, können ein paar frische Kräuter nicht schaden, als Variation kann man auch einen großen Schwung Hefeflocken einrühren und/oder nen Schwapp weißen Balsamico (ich liebe einfach Balsamico^^)
Superschnell, supereinfach und suuuuuperlecker.